Camillo Metodo classico 2018-Gini-Vaigustando

Camillo Metodo Classico Brut Millesimato

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Camillo Metodo classico 2018-Gini-Vaigustando

Camillo Metodo Classico Brut Millesimato

Prodotto in Veneto
Prodotto da Agricoltura Biologica
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Das Produkt in Kürze:

✓ Metodo Classico Brut Millesimato VSQ – äußerst begrenzte Produktion

✓ Garganega 33%, Chardonnay 33%, Pinot Noir 33%

✓ Weinberge in zertifizierter biologischer Landwirtschaft

✓ Rund 60 Jahre alte Rebstöcke zwischen Monteforte d’Alpone und Campiano (VR), auf 200–500 m Höhe, Südost-Exposition

✓ Nur Vorlaufmost aus der äußerst schonenden Pressung der Trauben.

✓ Schaumgärung in der Regel mit Most aus angetrockneter Garganega, Basis des Recioto di Soave.

✓ Mindestens 6 Jahre auf der Hefe in den Gini-Kellern, die in den Vulkanfels gehauen sind.

✓ Degorgierung 2026

✓ Dichtes, feines und anhaltendes Perlage; frisch, komplex und mineralisch.

✓ Alkoholgehalt: 12% vol.

Ein Schaumwein mit langem Leben. Camillo ist der Metodo Classico von Gini, eine streng limitierte Produktion, die auch in der Schaumweinbereitung jener Philosophie folgt, die die Arbeit der Familie seit Generationen prägt: Respekt vor dem Ausgangsmaterial, Geduld und vor allem Zeit. Er entsteht aus dem Zusammenspiel von Garganega, Chardonnay und Pinot Nero zu gleichen Teilen, aus Weinbergen mit zertifiziert biologischer Bewirtschaftung. Die Reben sind etwa 60 Jahre alt und wachsen auf 200 bis 500 Metern Höhe in südöstlicher Ausrichtung. Dieses wertvolle Reberbe interpretiert Gini durch niedrige Erträge und eine äußerst sorgfältige Arbeit, die bereits bei der Pressung beginnt.

Die drei Rebsorten werden getrennt gelesen und verarbeitet. Die Trauben werden äußerst schonend gepresst, und ausschließlich der Mosto Fiore, der zuerst ablaufende und wertvollste Teil des Mostes, wird für die Erzeugung der Grundweine verwendet. Nach Abschluss der Gärungen werden die verschiedenen Grundweine zur Cuvée zusammengestellt, die anschließend nach der Metodo-Classico-Methode ihre zweite Gärung in der Flasche durchläuft. Gerade bei dieser zweiten Gärung zeigt sich eine der originellsten Besonderheiten von Camillo: Gini verwendet dafür üblicherweise Most aus getrockneten Garganega-Trauben, derselben Grundlage wie beim Recioto di Soave. Eine tiefe Verbindung zu Monteforte d’Alpone und zur Tradition der Familie, die sich in einem Schaumwein von großer Persönlichkeit widerspiegelt.

Anschließend ruhen die Flaschen mindestens 6 Jahre auf der eigenen Hefe in den kühlen, in den vulkanischen Fels gehauenen Kellern von Gini. Hier lässt die Zeit langsam Komplexität, Tiefe und Finesse entstehen und bewahrt zugleich jene Lebendigkeit und Frische, die Camillo auch nach der langen Reifezeit auszeichnen.

Produktdaten:

Typologie: Schaumwein Metodo Classico – Brut Millesimato VSQ.

Rebsorten: Garganega 33%, Chardonnay 33%, Pinot Nero 33%.

Landwirtschaft: Weinberge mit zertifiziert biologischer Bewirtschaftung.

Höhenlage der Weinberge: 200–500 m ü. M.

Alter der Reben und Pflanzdichte: Etwa 60 Jahre, Pflanzdichte 5.000 Rebstöcke/ha

Ausrichtung: Südost.

Erziehungssystem: Guyot, Pergoletta Veronese

Boden: Kalkgestein.

Weinlese: September.

Vinifikation: Die Rebsorten werden getrennt gelesen und äußerst schonend gepresst. Nur der Mosto Fiore wird für die Grundweine verwendet. Nach der Gärung werden die Grundweine zur Cuvée zusammengestellt, die anschließend nach der Metodo-Classico-Methode versektet wird.

Zweite Gärung: Erfolgt üblicherweise unter Verwendung von Most aus getrockneten Garganega-Trauben, der Grundlage des Recioto di Soave.

Reifung: Mindestens 6 Jahre auf der eigenen Hefe in den in den vulkanischen Fels gehauenen Kellern von Gini.

Degorgierung: 2026.

Verkostungsnotizen: Strohgelbe Farbe mit dichter, feiner und anhaltender Perlage. Das Bouquet ist frisch, komplex und vielschichtig. Am Gaumen zeigt sich ein hervorragendes Gleichgewicht zwischen reifen Noten und der erfrischenden Säure, getragen von einer mineralischen Struktur, die Tiefe, Finesse und Länge verleiht.

Alkoholgehalt: 12% vol.

Serviertemperatur: 5–6°C.

Speiseempfehlungen: Raffiniert als Aperitif und ein hervorragender Begleiter zu ersten Gängen und Fischgerichten. Seine Struktur und die lange Hefereife machen ihn auch zu einem interessanten Begleiter durch ein ganzes Menü.

Produktionsphilosophie: Camillo überträgt jenen Wert auf den Metodo Classico, der Gini wie kaum ein anderer prägt: die Zeit. Alte Reben, ausschließlich Mosto Fiore, eine zweite Gärung mit einer engen Verbindung zur getrockneten Garganega und mindestens sechs Jahre Hefereife lassen einen streng limitierten Schaumwein entstehen, der auf Komplexität, Frische und Entwicklungspotenzial ausgelegt ist.

Das Gebiet

Von den vulkanischen Böden des Soave bis zu den Kalksteinhügeln der Berici – eine Reise zwischen Verona und Vicenza, um zwei Gebiete zu entdecken, die unterschiedliche und sich ergänzende Seelen des venezianischen Weins widerspiegeln.

Östlich von Verona erstreckt sich der Soave auf den Hügeln, die die Ebene in Richtung der Lessinia-Berge begleiten. Weiter östlich, im Gebiet von Vicenza, erheben sich die Colli Berici, ein Hügelsystem mit einer starken geologischen und landschaftlichen Identität. Zwei unterschiedliche Gebiete, verbunden durch eine alte Weinbautradition und eine Beziehung zum Land, die auch heute noch den Charakter ihrer Weine prägt. Hier ist die Rebe nicht einfach eine Kulturpflanze. Sie ist Teil der Landschaft, der Familiengeschichte und der Identität der Dörfer. Reihen, Trockenmauern, ländliche Höfe, Villen, Schlösser und kleine Dörfer erzählen von einer über Jahrhunderte aufgebauten Agrarzivilisation, in der der Wein zu einer der authentischsten Interpretationsmöglichkeiten des Territoriums geworden ist.

Soave: das Land der Vulkane und der Garganega

Der Soave ist eines der historischen Weinanbaugebiete Italiens. Sein Herz liegt auf den östlichen Hügeln der Provinz Verona, rund um die Gemeinden Soave und Monteforte d'Alpone, wo die Rebe Hänge und Rücken besetzt, die durch eine außerordentlich komplexe geologische Entstehung geformt wurden. Das mittelalterliche Dorf Soave, dominiert von seiner Burg und noch immer von den alten Mauern umgeben, ist das bekannteste Bild dieses Gebiets. Um die Weine jedoch wirklich zu verstehen, muss man die Hügel erklimmen und den Straßen folgen, die Weinberge, Weiler und kleine ländliche Siedlungen bis nach Monteforte d'Alpone durchqueren.

Hier zeigt sich eines der faszinierendsten Elemente des Soave: sein vulkanischer Ursprung. Vor Millionen von Jahren war dieser Teil Venetiens von intensiver vulkanischer Aktivität betroffen. Basalte, Lavagestein und Tuffstein treten auch heute noch auf vielen der östlichen Hügel der Denomination auf und wechseln sich mit kalkhaltigen Zonen ab. Diese geologische Vielfalt spiegelt sich direkt in den Weinen wider und führt zu unterschiedlichen Interpretationen, selbst auf engstem Raum.

Auf diesen Böden hat die Garganega im Laufe der Jahrhunderte ihren natürlichen Lebensraum gefunden. Als alte Rebsorte, die tief mit dem Veroneser Gebiet verbunden ist, besitzt die Garganega eine natürliche Fähigkeit, den Ort zu interpretieren, an dem sie wächst. In den besten Hügellagen des Soave vereint sie Fruchtigkeit, Frische, Spannung und eine salzige, mineralische Komponente, die mit der Zeit zunehmend deutlicher wird. Neben der Garganega findet auch der Trebbiano di Soave Platz, eine historische Präsenz, die mit Frische und Präzision zum Profil der Weine beiträgt.

Der Soave Classico bezeichnet den historischen Kern der Denomination auf den Hügeln von Soave und Monteforte d'Alpone. Es ist eine im Laufe der Zeit entstandene Landschaft, in der der Weinbau an vielen Stellen an steilen Hängen betrieben wird und die menschliche Arbeit der natürlichen Morphologie der Hügel folgte, anstatt sie zu verändern. Hier ändern sich Höhe, Ausrichtung, Belüftung und Bodenbeschaffenheit von einem Weiler zum anderen. Gerade diese Fragmentierung macht den Soave zu einem überraschend vielschichtigen Gebiet: nicht ein einziger Wein, sondern viele Interpretationen der Garganega und der Veroneser Hügellandschaft.

In den jüngeren Weinen überwiegen Frische, Blütenaromen, Fruchtigkeit und Unmittelbarkeit. In Soave-Weinen aus den besten Lagen, die reifen durften, offenbart die Zeit hingegen eine tiefere Dimension: Noten von Kräutern, reifen Zitrusfrüchten, gelben Früchten, Stein und mineralische Nuancen verflechten sich zu Weinen, die auch nach mehreren Jahren noch an Komplexität gewinnen können. Vielleicht ist gerade die Zeit eines der besten Instrumente, um den großen Soave zu verstehen: Weine, die jung scheinbar zart sind, können im Laufe ihrer Entwicklung eine überraschende Tiefe und Langlebigkeit offenbaren.

Colli Berici: Stein, Sonne und große Rotweine

Verlässt man das Veroneser Gebiet und fährt in Richtung Vicenza, ändert sich die Landschaft. Die Colli Berici erheben sich wie eine Insel von Hügeln aus der Vicentiner Ebene. Das Profil ist weicher, das Klima im Allgemeinen wärmer, und die mediterrane Vegetation koexistiert mit Wäldern, Olivenbäumen und Weinbergen. Venezianische Villen, kleine Dörfer und alte ländliche Höfe zeugen von einer Geschichte, in der Landwirtschaft und Kultur die Landschaft gemeinsam geformt haben.

Auch hier prägt die Geologie die Weinidentität tiefgreifend. Die Colli Berici haben eine vorherrschende kalkhaltige und sedimentäre Matrix, die von alten Meeresböden stammt, ergänzt in einigen Gebieten durch Zeugnisse vulkanischer Aktivität. Kalkstein, Lehm und skelettreiche Böden schaffen besonders günstige Bedingungen für die Rebe, während die Hangausrichtung und das relativ milde Klima eine vollständige und regelmäßige Reifung ermöglichen.

Wenn der Soave seine erkennbarste Stimme in der Garganega findet, zeigen die Colli Berici hingegen eine ausgeprägte Berufung für Rotweine. Die Symbolrebe ist der Tai Rosso, eine Sorte, die historisch vor allem in der Gegend von Barbarano und den südlichen Berici verwurzelt ist. Es ist eine Traube, die duftende, würzige und sehr trinkbare Weine hervorbringt, in denen die Frucht oft auf Noten von mediterranen Kräutern und eine zart salzige Textur trifft.

Neben dem Tai Rosso haben die Colli Berici im Laufe der Zeit eine besondere Affinität zu Sorten wie Carmenère, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot gezeigt. Das Klima, die Expositionen und die kalkhaltig-lehmigen Böden ermöglichen diesen Trauben eine tiefe Reifung unter Beibehaltung des Gleichgewichts, was zu Weinen führt, die Struktur, Eleganz und Langlebigkeit vereinen können. Auch der Carmenère, der lange Zeit in den Weinbergen mit dem Cabernet Franc verwechselt wurde, hat in den Colli Berici eine seiner interessantesten italienischen Ausprägungen gefunden.

Zwei Gebiete, zwei Wege, Venetien zu erzählen

Soave und Colli Berici sind nur wenige Kilometer durch die Ebene getrennt, erzählen aber zwei zutiefst unterschiedliche Seelen des venezianischen Weinbaus. Im Soave dominieren die Garganega, die alten vulkanischen Böden, die Höhe und die Spannung der großen Weißweine. In den Colli Berici wird die Landschaft wärmer und mediterraner, der Kalkstein spielt eine zentrale Rolle, und vor allem die Rotweine finden hier Tiefe und Charakter.

Auf der einen Seite die Hügel von Monteforte d'Alpone und Soave mit ihren Weilern und Weinbergen, die in alten vulkanischen Gesteinen wurzeln. Auf der anderen Seite die Vicentiner Anhöhen, wo Kalkstein, Lehm, Wälder und Weinberge den Blick in die Ebene begleiten. Verbunden sind sie durch eine alte Agrarkultur, geprägt von Familien, überlieferten Weinbergen, der Beobachtung der Jahreszeiten und der Kenntnis der einzelnen Parzellen.

Heute erleben diese Gebiete eine neue Blütezeit. Immer mehr Produzenten setzen sich dafür ein, den Weinberg, die Biodiversität, die Identität der Böden und die Wiedererkennbarkeit der einzelnen Zonen wieder in den Mittelpunkt zu rücken und in den Weinen nicht nur Qualität, sondern eine immer präzisere Beziehung zum Herkunftsort zu suchen. Denn der tiefere Wert dieser Gebiete liegt nicht nur in ihrer Fähigkeit, große Weine zu produzieren. Er liegt in der Möglichkeit, in einem Glas den Hügel zu erkennen, von dem dieser Wein stammt.

Der Basalt und die Garganega des Soave. Der Kalkstein, die Sonne und die Rotweine der Colli Berici. Zwei Landschaften, zwei Identitäten, zwei verschiedene Wege, die außergewöhnliche Vielfalt Venetiens durch den Wein zu erzählen.

Der Produzent

Es gibt Weingüter, die die Geschichte des italienischen Weins mitgeschrieben haben, und andere, die diese Geschichte seit Jahrhunderten leben. Ginigehört zu letzterer Kategorie. In Monteforte d'Alpone, im Herzen des Soave Classico, kultiviert die Familie den Weinbau seit mindestens 1570und durchläuft fünfzehn Generationen, ohne jemals ihre Verbindung zum Land zu unterbrechen. Eine über vier Jahrhunderte lange Reise, die nicht nur die Kontinuität eines Namens, sondern auch die außergewöhnliche Fähigkeit erzählt, ein Erbe aus Weinbergen, Wissen und Sensibilität zu bewahren, das vom Vater an den Sohn bis heute weitergegeben wurde. Das von der Familie gewählte symbolische Datum ist der 22. Januar 1570, der Hochzeitstag von Giobatta, dem Sohn von Antonio Gini. Von diesem Moment an nimmt eine der ältesten Weinbaugeschichten Venetiens Gestalt an. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Familie Kriege, soziale Veränderungen und Entwicklungen im Weinbau durchlebt, wobei sie ihrer Region und einer tiefen Überzeugung treu geblieben ist: Wein kann nicht gemacht, sondern nur mit Respekt, Erfahrung und Geduld begleitet werden. Diese Philosophie findet ihren höchsten Ausdruck in dem Konzept, das die Arbeit der Familie Gini seit jeher begleitet: die Zeit. Die Zeit, die nötig ist, damit eine Rebe langsam ihre Wurzeln im Vulkangestein schlägt, die Zeit der Jahreszeiten, die das Leben des Weinbergs bestimmen, die Zeit des Wartens während der Reifung und die Zeit der Entwicklung in der Flasche.

Für Gini ist Zeit nicht nur ein Maß, sondern die erste Zutat jedes großen Weins. Auf den Hügeln von Monteforte d'Alponeentsteht die historische Seele des Unternehmens. Im Herzen des Soave Classicoschlagen die alten Garganega-Rebstöcke ihre Wurzeln in Böden vulkanischen Ursprungs, reich an Basalt, Tuff und Kalkadern, die sich vor Millionen von Jahren gebildet haben. Aus diesem außergewöhnlichen geologischen Erbe entstehen große, langlebige Weißweine, die sich langsam entwickeln können, wobei sie Säure, Frische und eine ausgeprägte mineralische Note bewahren. Die Langlebigkeit der Rebstöcke, die Komplexität der Böden und die Vielfalt der Mikroklimata definieren die Berufung eines einzigartigen Terroirs, das Soave von Tiefe, Eleganz und überraschender Entwicklungsfähigkeit hervorbringen kann. Zu den wertvollsten Gütern, die die Familie hütet, gehören die alten Garganega-Weinberge, einige über hundert Jahre alt, viele noch vor der Reblauszeit und wurzelecht. In einer Zeit, in der die Erneuerung der Weinberge die einfachste Wahl darstellte, hat Gini beschlossen, seine historischen Weinberge nicht zu roden, wodurch ein genetischer und klonaler Reichtum bewahrt wurde, der in der Soave-Landschaft praktisch einzigartig ist. Die Wurzeln dringen tief in das Vulkangestein ein und erreichen selbst in den schwierigsten Jahrgängen Wasser und Mineralien. Es ist genau diese Wurzeltiefe, die zur Salzigkeit, Komplexität und Langlebigkeit beiträgt, die die Weine der Familie auszeichnen.

Die Natur war für Gini nie etwas, das man beherrschen musste, sondern eine Realität, die man beobachten und anhören sollte. Das Unternehmen bewirtschaftet die Weinberge nach den Prinzipien des zertifizierten biologischen Landbaus, respektiert die natürlichen Rhythmen der Pflanzen und achtet auch auf die Mondphasen. Gründüngung, Begrünung, Schutz der Wälder und Bäume, die die Weinberge umgeben, Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und Schutz der Biodiversität sind Praktiken, die schon lange angewendet wurden, bevor sie zu zentralen Themen im modernen Weinbau wurden. Im Cru Contrada Salvarenzahaben Studien zum Ökosystem über zweihundert Insektenarten nachgewiesen, ein Zeugnis für die Vitalität einer gesunden und harmonischen landwirtschaftlichen Umgebung. In den achtziger Jahren gaben die Brüder Sandro und Claudio Ginider Geschichte des Unternehmens eine neue Wendung. Sandro vertiefte sich in die Welt der autochthonen Hefen, entdeckte im Keller eine außergewöhnliche mikrobiologische Vielfalt und verzichtete schließlich auf Schwefeldioxid bei der Weinbereitung, um die Reinheit der Trauben zu bewahren. Eine wegweisende Entscheidung, die viele Themen vorwegnahm, die die Önologie der folgenden Jahrzehnte prägen sollten. Claudio festigte hingegen eine agronomische Vision, die mit dem biologischen und biodynamischen Weinbau verbunden ist, und stärkte die Beziehung zwischen natürlichem Gleichgewicht, Traubenqualität und Weinidentität.

Die Suche nach dem maximalen Ausdruck des Soave Classico führte die Familie dazu, zwei Weinberge zu fördern, die zu authentischen Referenzen der Denomination werden sollten: La Froscà, 1985 entstanden, und Contrada Salvarenza, 1989 vorgestellt. Jeder Cru erzählt eine andere Persönlichkeit, geprägt von Geologie, Exposition, Höhe und Mikroklima von Monteforte d'Alpone. Die Trauben werden ohne Zwang interpretiert, so dass die Ernte und der Weinberg die Entscheidungen im Keller leiten. So entstehen Soave Classico, die nicht auf unmittelbare Wirkung abzielen, sondern in der Zeit ihren besten Verbündeten finden, indem sie an Mineralität, Tiefe und Komplexität gewinnen. Die Suche nach Authentizität beschränkte sich nicht auf die Hügel des Soave Classico. In den Hügeln des östlichen Alta Valpolicellahat die Familie Gini eines ihrer ehrgeizigsten Projekte ins Leben gerufen: Tenuta Scajari. Zwischen den Hügeln von Campiano, in der Gemeinde Cazzano di Tramigna, auf Höhen zwischen 400 und 600 Metern, erstreckt sich eine Landschaft von seltener Schönheit, wo Wälder, Kirschbäume, Olivenhaine und Weinberge in einem noch intakten natürlichen Gleichgewicht koexistieren.

Der Name Scajarileitet sich vom Dialektwort scajaab, das verwendet wird, um die kleinen gelb-rötlichen Kalksteinsplitter zu bezeichnen, die durch die langsame Zersetzung des geschichteten Gesteins im Untergrund entstehen. Tenuta Scajari repräsentiert den Wunsch, eine noch tiefere Verbindung zur Natur herzustellen: ein kleines Paradies auf Erden, wo die ständige Belüftung, die hervorragende Sonneneinstrahlung, die erheblichen Temperaturschwankungen und der Reichtum an kalkhaltigen, steinigen und lehmigen Böden, angereichert mit vulkanischen Bestandteilen, die Herstellung dynamischer, eleganter Weine mit intensiver mineralischer Komplexität ermöglichen. Seit 1987 hat ein wichtiges Umweltrestaurierungsprojekt den Böden von Campiano ihre alte Schönheit zurückgegeben, wobei die natürlichen Merkmale der Landschaft und die Vitalität des Ökosystems erhalten blieben. Aus dieser Arbeit entstehen die Perle d'Alta Quota: Pinot Nero, Chardonnay und Sauvignon, die in Höhenlagen angebaut werden, wo das kühle Klima und die Temperaturschwankungen eine langsame Reifung, aromatische Präzision und eine überraschende Entwicklungsfähigkeit fördern. Es sind Weine, die eine weniger bekannte Seite des Veroneser Weinbaus erzählen, in der die Höhe zu einem außergewöhnlichen Verbündeten von Eleganz und Langlebigkeit wird.

Im östlichen Alta Valpolicella entstehen auch die großen Rotweine der Tenuta Scajari. Die ständige Belüftung hält die Trauben gesund und begleitet eine natürliche Trocknung im Fruchthaus, ohne Zwang. So entstehen Amarone della Valpolicellaund Valpolicella Superiore, die Struktur, Frische, aromatische Intensität und mineralische Tiefe vereinen können, indem sie das Gebiet mit einem maßvollen und weit von Exzessen entfernten Stil interpretieren. Die gleiche Kultur des Wartens begleitet die eleganten Metodo Classicound die kostbaren Gocce Nobili. Bei den Schaumweinen verwandeln Geduld und tägliche Pflege die Zeit auf der Hefe in Finesse und Harmonie; beim Recioto konzentriert die Trocknung Aromen und Süße und bringt einen umhüllenden Wein hervor, der den Wert seltener Dinge erzählen kann. Vom Recioto Metodo Ancestralebis zu den großen, langlebigen Weißweinen bleibt die Zeit der unsichtbare Faden, der jeden Ausdruck des Weinguts verbindet.

Seit fünfzehn Generationen beweist die Familie Gini, dass die Zeit der wertvollste Interpret des Weins ist. Von den historischen Weinbergen des Soave Classico bis zu den unberührten Landschaften der Tenuta Scajari entsteht jede Flasche aus der Begegnung von Natur, Erfahrung und einer Geduld, die nur große Winzerfamilien bewahren können. Vom Soave Classicobis zum östlichen Alta Valpolicellainterpretiert Gini den Wein weiterhin mit derselben Philosophie, die die Familie seit 1570 begleitet. Die großen Soave, die historischen Crus Contrada Salvarenzaund La Froscà, die Amarone und Valpolicella der Tenuta Scajari, die Perle d'Alta Quota, die Metodo Classicound die kostbaren Reciotoerzählen von einem einzigartigen Erbe aus Territorium, Biodiversität und Zeit. Es ist diese außergewöhnliche Kohärenz, die über fünfzehn Generationen hinweg bewahrt wurde, die Gini zu einem der authentischsten und maßgeblichsten Ausdrücke des italienischen Weinbaus macht.

Erhaltung
  • Kühl und trocken lagern
Rückgaberecht

Die Rückgabe von Produkten ist bis zu 14 Tage nach Erhalt der Ware möglich. Weitere Informationen zu den Methoden finden Sie auf der Seite Widerrufsrecht.

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